Ein ICE auf dem Weg von Dresden nach Wiesbaden musste wegen einer aggressiven Schwarzfahrerin am Donnerstagmorgen kurzfristig seine Fahrt unterbrechen. Eine 50 Jahre alte Zugbegleiterin war bei der Fahrkartenkontrolle drastisch beleidigt und bespuckt worden, teilte die Polizei in Riesa (Sachsen) mit.
Als eine 54-Jährige ohne gültigen Fahrschein in dem Schnellzug ertappt worden war, wies die Kundenbetreuerin die Frau auf einen zu zahlenden Zuschlag hin. Der weibliche Fahrgast rastete daraufhin aus, begann die Bahnmitarbeiterin zu beschimpfen und bespuckte sie. Die Schaffnerin versuchte sich deeskalierend zu entfernen, doch die 54-Jährige verfolgte sie, während sie weiterhin Beleidigungen aussprach und mehrmals spuckte.
Der Zugchef verständigte die Bundespolizei am Bahnhof von Riesa und veranlasste dort einen außerplanmäßigen längeren Halt. Die Streifenpolizisten holten die renitente Bahnkundin aus dem Zug, Mitarbeiter der Bahn verweigerten ihr zudem die Weiterfahrt. Die Bundespolizei leitete Ermittlungen wegen Körperverletzung und Beleidigung ein.
Erst nach einer 29-minütigen Zwangspause setzte der Zug seine Reise fort. Die Zugbegleiterin war nach dem Vorfall nicht mehr arbeitsfähig und beendete ihren Dienst in Riesa vorzeitig.